Slow Food Felsenmeer Murrhardt

Am nördlichen Trauf der Keuperwaldvorberge, welche unter der Bezeichnung Schwäbisch-Fränkischer Wald besser bekannt sind, treffen zwei ganz unterschiedliche Landschaften zusammen. Der Schwäbische Wald mit seinen romantischen Tälern mit Öl- und Sägemühlen, kleinen Weilern, Hochebenen mit satten Weiden, tiefen Tobeln und ausgedehnten Obstbaumwiesen präsentiert das Bild eines lieblichen, kleinstrukturierten, bergigen Naturmosaiks. Hier im Nordosten Baden-Württembergs zwischen den Städten Stuttgart, Heilbronn, Schwäbisch Hall und Schwäbisch Gmünd geben sich Natur und Kultur seit Jahrhunderten die Hand. Davon zeugen etwa trutzige Burgen und alte Schwellweiher, also künstlich angelegte Stauseen. Dagegen ist das Hohenloher Land nicht nur durch die weite, landwirtschaftlich genutzte Ebene charakterisiert, sondern auch durch die tief in den Muschelkalk eingeschnittenen Täler von Kocher, Jagst und Bühler. Die gewaltigen Steinriegel an den Talflanken zeugen von der beschwerlichen Arbeit früherer Generationen an diesen Hängen. Heute liegen viele Weinberge brach oder werden von Schafen beweidet. Großes Zweiblatt, Purpurknabenkraut oder verschiedene Ragwurzarten sind nur einige der botanischen Höhepunkte in diesen Flächen. Beide Landschaftsräume sind seit einiger Zeit (wieder) auf kulinarische Weise eng miteinander verbunden: die bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall wurde gegründet, um die schwäbisch-hällischen Landschweine vor dem Aussterben und damit das Genpotenzial als Beitrag der schmackhaften und gesunden Ernährung zu retten. Nachhaltige Landwirtschaft und erlebnisreiche Landschaft sind auch die Ziele bei der Wiedereinführung der Hohenloher Weiderinder und der Vermarktung des Fleisches als "Boeuf de Hohenlohe": eine Chance für Vielfalt in Landschaft und Küche.

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